Die Beratungsstelle für Antidiskriminierungsarbeit NRW Düren, das Gleichstellungsbüro und das Integrationsamt der Stadt Düren laden Sie/Dich ein zur
Veranstaltung
Schwarzer Feminismus in Deutschland
19.03.2026 // 18:00 bis 21:00 Uhr
Haus der Stadt Düren
Einlass 17:30 Uhr
Im Rahmen des Internationalen Frauentags (08.03.2026) und der Internationalen Wochen gegen Rassismus (16.–29.03.2026) zielt diese Veranstaltung darauf ab, die dominanten gesellschaftlichen Narrative herauszufordern, für Gerechtigkeit einzutreten und die Stimmen Schwarzer Frauen sichtbar zu machen. Diese Sichtbarkeit ist unerlässlich für eine gerechtere Zukunft, in der alle Menschen gesehen und gehört werden und für ihren gesellschaftlichen Beitrag gewürdigt werden. Intersektionalität, Handlungsfähigkeit und Solidarität der Bewegung werden dabei in den Mittelpunkt gerückt. Die Intersektionalität verschiedener Diskriminierungsformen als Bestandteil der Schwarzen-feministischen Kritik wurde bereits im 19. Im Laufe des letzten Jahrhunderts von schwarzen Feministinnen angesprochen und zuletzt durch die US-amerikanische Juristin Kimberlé Crenshaw maßgeblich beeinflusst.
Die Geschichte des Schwarzen Feminismus reicht vom Widerstand gegen Sklaverei bis zur transnationalen Solidarität der Gegenwart. Anhand ausgewählter Texte von Sojourner Truth, Angela Davis, Audre Lorde, Kimberlé Crenshaw und anderen wird Prof. Dr. Natasha Kelly die Erfolge und Herausforderungen dieser Bewegung sichtbar machen. Unter anderem wird der Ausschluss Schwarzer Frauen aus der Feminismusdebatte kritisiert und belegt wie den Frauen in der Sklaverei Weiblichkeit aberkannt wurde – was bedeutete, dass sie z.B. ebenso wie Männer hart arbeiten mussten und Opfer sexualisierter Gewalt wurden.
In der Podiumsdiskussion wird Gelegenheit gegeben, miteinander in Austausch zu gehen.
Zielgruppe:
ALLE INTERESSIERTEN!
Diese Veranstaltung ist kostenlos.
Referentin:
Prof. Dr. Natasha A. Kelly ist Kommunikationswissenschaftlerin und Soziologin, Autorin und Herausgeberin, Kuratorin und multimediale Künstlerin. Sie lehrte und forschte an zahlreichen nationalen und internationalen Hochschulen und war von 2023 bis 2025 Gastprofessorin an der Universität der Künste Berlin. Ihre künstlerischen Arbeiten wurden weltweit präsentiert u.a. auf der 10. Berlin Biennale, in der Carnegie Hall New York sowie am Goethe-Theater Salvador de Bahia, Brasilien. Ihre Publikationen verbinden kreative und wissenschaftliche Ansätze zu Schwarzen Ontologien, Epistemologie und Methodologien und spannen dabei einen Bogen von Schwarzen feministischen bis hin zu afrofuturistischen Perspektiven. Seit Oktober 2025 ist sie Professorin für Global African Arts und künstlerisch-wissenschaftliche Leiterin des Iwalewahauses an der Universität Bayreuth.
Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Natasha A. Kelly und Dezernentin Frau Sybille Haußmann
Sybille Hausmann ist Dezernentin für Arbeit und Bildung des Kreises Düren. Als Diplom-Sozialpädagogin arbeitet sie seit 1984 in verschiedenen Feldern der sozialen und politischen Arbeit, unter anderem in der Beratung für geflüchtete Menschen der evangelischen Kirchengemeinde Jülich, Linnich, Aldenhoven. In Sachen erste Frau in ansonsten männlich dominierten Positionen wurde sie 1996 die erste Gleichstellungsbeauftragte sowie 2020 die erste Frau als Dezernentin in der Kreisverwaltung Düren. Ehrenamtlich gehört sie seit vielen Jahren zum Leitungsorgan der Evangelischen Gemeinde zu Düren und bis 2025 auch zum Vorstand des Heinrich-Böll-Haus Langenbroich e.V

